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Die Tabakpflanze

Die Tabakpflanze

Herkunft

Die Tabakpflanze hat ihren Ursprung in Amerika und wurde dort erstmals in der Maya-Kultur zur medizinischen sowie rituellen Nutzung angebaut. 1492 entdeckte Christoph Columbus die Pflanze und brachte sie mit nach Europa. Später fand die „Nicotiana“ – so ihr wissenschaftlicher Name – von dort aus ihren Weg in die restliche Welt. Der französische Botschafter Jean Nicot erkannte die heilenden Kräfte des Tabaks und ließ daraufhin Tabak als Heilpflanze in Portugal kultivieren.

Aufbau

Heute findet man kleine Arten von 10cm bis 30cm Höhe, sowie Sträucher mit einer Höhe an die zwei Meter. Ferner existieren auch Gattungen, die eine Größe von zehn Metern erreichen können.
Dabei erzielen die einjährigen Pflanzen, die zur Familie der Nachtschattengewächse gehören, ein Gewicht von bis zu zwei Kilogramm.
Die Blätter der Tabakpflanze lassen sich nach Größe, Farbe und Struktur in drei Klassen aufteilen. Den dünnen, feinen Ernteanteil bilden die oberen, großen Ligero-Blätter. Diese gelten als besonders stark im Geschmack, da sie am intensivsten der Sonne ausgesetzt werden.
Der mittlere Teil der Pflanze, Seco (trocken) genannt, wird als besonders aromatisch eingestuft.
Die Volado-Blätter sind die untersten, kleinsten Blätter der Tabakpflanze, sie kriegen den meisten Schattenanteil ab und sind daher die mildesten Tabakblätter die in einer Mischung zum Einsatz kommen.

Merkmale

Das zu den Alkaloiden zählende Nikotin ist der wesentliche Inhaltsstoff und zugleich zentrales Merkmal der Tabakpflanze. Gebildet wird das Nikotin in den Wurzeln und wird von hier aus bis in die kleinsten Blätter der Pflanze transportiert. Durch ihren hohen Nikotingehalt ist die Pflanze als Droge klassifiziert.
Vor Jahrtausenden wurden in Süd – und Mittelamerika die ersten Tabakpflanzen angebaut. Inzwischen sind sie auch in den gemäßigten Klimazonen Nordamerikas, Asiens und Europa weit verbreitet, was auf der besonderen Anpassungsfähigkeit der Pflanze beruht.
Ende August, Anfang September des Jahres beginnt die Aussaat in leichten, sandigen Lehmböden bei warmen Temperaturen. Bereits nach etwa 50 Tagen ist die Pflanze erntereif. Dabei werden die ca. 30 Blätter einer Pflanze per Hand einzeln gepflückt. Bei der Ganzpflanzenernte hingegen, wird die komplette Pflanze mechanisch abgeerntet.

Verwendung

Früher wurde die Tabakpflanze ausschließlich als Heilmittel bei Reinigungsritualen oder als Opfergabe für die Geister von Schamanen genutzt. Darüber hinaus sollte das Schnupfen von Tabakpulver Erkältungen lindern, indes Tabakwickel aus ganzen Blättern der schnellen Wundheilung dienten.
Nach heutigen Erkenntnissen erzielt die Verabreichung von Tabak an Alzheimer – und Parkinson-Patienten eine heilende Wirkung. Auch als homöopathisches Mittel gegen Symptome von Übelkeit und Schwindel wird die Tabakpflanze angewandt.
Während bis zum Ersten Weltkrieg Tabak vornehmlich geschnupft oder gekaut wurde, wird er in der heutigen Zeit nahezu ausnahmslos über das Rauchen konsumiert.
Durch die hohe Toxizität des Tabaks wurde er auch in der Vergangenheit zur Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft eingesetzt.
In der Gegenwart findet die Tabakpflanze zudem in der Parfümherstellung und in der Pharma-Industrie ihren Einsatz.