Zigarren versandkostenfrei bestellen

Zigarren, Zigarillos, Pfeifentabak und Schnupftabak

Tabaksamen und Tabakanbau

Die Tabakpflanze gehört, ebenso wie die Kartoffel, zur Gattung der Nachtschattengewächse. Ihr Wirkstoff Nicotin, der nach dem französischen Gelehrten Jean Nicot benannt wurde, wird in den Wurzeln produziert und dann in die Blätter transportiert. Nikotin ist ein Alkaloid, das von der Pflanze hauptsächlich eingesetzt wird, um Fraßschädlinge von den Blättern fernzuhalten.

Der Tabaksamen ist sehr klein und hat nur etwa die Größe eines Sandkorns. Die Samenkapseln sind 4 bis 28 mm lang und enthalten zwischen 100 und 5.000 Tabaksamen. Die Samen an sich haben eine Länge von 0,4 bis 1,3 mm lang. Bei genauerer Betrachtung fällt ihre fast kugelförmige Form auf, die manchmal etwas in die Länge gezogen sein kann, so dass der Samen Ähnlichkeit mit einer Niere bekommen kann.

Im Allgemeinen wird zwischen zwei Hauptarten des Tabaks unterschieden. Die Nicotiana Tabacum trägt rote bis rosarote Blüten und findet hauptsächlich in der Zigarrenherstellung Verwendung, wohingegen die Nicotiana Rusticana gelbe Blüten bildet.

Auch für die Aussaat von Tabak gibt es festgelegte Zeiträume

Die Pflanzen werden im Vorfeld aus den Tabaksamen gezogen und die Aussaat erfolgt dann in der Regel Anfang Mai, wenn die Gefahr von Bodenfrost nicht mehr besteht. 35 Tage brauchen die Tabakpflanzen bis sie eine Größe von etwa 20 bis 30 cm erreicht haben, die für das Überleben im Freien essentiell ist. Tabaksamen kaufen kann man mittlerweile im Internet, aber auch bei einigen großen Gartencentern. Ganz wichtig ist es, dass der Boden während der drei- bis fünfmonatigen Wachstumsphase regelmäßig gedüngt wird. Die Tabakpflanze benötigt besonders viel Kalium und Kalzium. Diese Mineralien müssen dem Boden in ausreichender Form zugefügt werden.

Am Besten gedeiht der Tabak in einem subtropischen Klima, wo ausreichend Wärme und eine hohe Feuchtigkeit optimale Wachstumsbedingungen gewähren. Doch auch in Deutschland ist die Aussaat von Tabaksamen und der Tabakanbau durch robuste Züchtungen möglich.

Die Ernte hängt vom Reifegrad der Blätter ab

Die Ernte des Tabaks erfolgt in der Regel nach 90 bis 150 Tagen, richtet sich aber individuell nach dem Reifegrad der einzelnen Blätter. Als Erstes werden die unteren Blätter der Tabakpflanze geerntet, die sich bereits im Spätsommer gelblich verfärben, während die oberen Blätter zuletzt an die Reihe kommen. Etwa sieben Erntegänge braucht es, bis alle Tabakblätter geerntet worden sind.

Beim Tabakanbau im Freien gibt es zwei verschiedene Anbauarten, die einen Einfluss auf den Geschmack und das Aussehen der Tabakblätter haben. Beim so genannten Sun Grown Anbau sind die Pflanzen ungeschützt der Sonne ausgesetzt, was den Blättern eine sehr dunkle Farbe und ein sehr intensives Aroma verleiht. Unter Stofftüchern wachsen die Tabakpflanzen beim Shade Anbau und sind so vor der intensiven Sonneneinstrahlung geschützt. Dadurch erhalten die Blätter eine sehr helle Farbe, weswegen der Shade Anbau auch gerne für die Produktion von Deckblättern verwendet wird.

Um Tabak anzubauen werden nicht viele zusätzliche Utensilien benötigt. Den Tabaksamen bestellen, ihn in kleinen Pflanzbeeten aussäen und den Boden regelmäßig zu düngen ist eine Grundvoraussetzung für eine reichhaltige Ernte.

Je nach Geschmack und Vorlieben stehen viele verschiedene Tabaksorten zur Auswahl.

Die Ernte erfolgt dann per Hand, wobei die einzelnen Tabakblätter am Stiel gebrochen werden. Bereits während die Pflanze sich noch in der Wachstumsphase befindet, wird sie ständigen Qualitätskontrollen unterzogen und eine erste Klassifizierung wird vorgenommen, so dass bereits bei der Ernte klar ist, für welche Teile der Zigarre sich die einzelnen Blätter eignen.