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Zigarrenherstellung

Zigarrenherstellung

Die Ernte der Tabakblätter erfolgt in den frühen Morgenstunden

Nach etwa drei Monaten kann mit der ersten Erntephase begonnen werden. Die Blätter der Tabakpflanze werden, ähnlich wie bei der Weinernte, direkt am Stiel von Hand abgebrochen. Die Ernte sollte deswegen am Besten in den frühen Morgenstunden stattfinden, da sich zu dieser Zeit die Blätter der Tabakpflanze sehr leicht brechen lassen, ohne dass die Struktur des Blattes verletzt werden würde. Dieser Prozess ist sehr arbeitsintensiv und zeitaufwändig. In den großen Anbaugebieten werden für diesen Zweck erfahrene Pflücker eingestellt, die so genannten Vegueros.

Eine genaue Reihenfolge liegt der Ernte zugrunde. Im ersten Erntegang werden die unteren Blätter gepflückt, die noch eine sehr helle Farbe aufweisen, da sie von der Sonneneinstrahlung weitestgehend verschont geblieben sind. Im Abstand von einer Woche erfolgt dann der zweite Erntegang, bei dem die darüber liegenden Blätter an der Reihe sind. Vier weitere Erntegänge braucht es, bis die Tabakpflanze kahl ist.

Nach einer kurzen Trockenphase beginnt die Fermentation

Es gibt verschiedene Arten der Trocknung von Tabakblättern, doch wird im Bereich der Zigarrenherstellung hauptsächlich auf luftgetrocknete Blätter zurückgegriffen. Nach der Ernte werden die Blätter sortiert, das heißt, es wird bestimmt, für welchen Teil der Zigarre sie verwendet werden. Mit dünnen Fäden werden die sortierten Blätter zusammengenäht und in so genannten Trockenschuppen für etwa 45 bis 60 Tage aufgehängt. Danach haben sie ihre grüne Farbe verloren und weisen stattdessen unterschiedliche Brauntöne auf, da der Farbstoff Chlorophyl sich durch die Trocknung in Karotin verwandelt hat.

Nach einer ausreichenden Trocknung der Tabakblätter erfolgt der wichtige Prozess der Fermentation. Die Tabakblätter werden zu großen Haufen geschichtet und mit Jute abgedeckt. Die natürliche Fermentation der Blätter kann beginnen, die besonders wichtig für die Entfaltung des Aromas der einzelnen Tabaksorten ist. Während dieses Prozesses werden die Haufen regelmäßig von den Tabacaleros, den Arbeitern in der Tabakfabrik umgeschichtet, um Verfaulung oder Schimmelbildung vorzubeugen. Die Fermentation sorgt dafür, dass der Gerbsäureanteil der Blätter gesenkt, Eiweißstoffe abgebaut und der Nikotingehalt gesenkt wird.

Die Mischung der Einlage verleiht jeder Zigarre ihren individuellen Charakter

Eine Zigarre besteht aus gerollten Tabakblättern, wobei dem Deckblatt eine besondere Aufmerksamkeit zuteil wird. Im Inneren der Zigarre befindet sich die Einlage, die aus bis zu 20 verschiedenen Tabakblättern bestehen kann. Die einzelnen Tabakmanufakturen hüten die Rezeptur der Einlage wie ihren Augapfel, da die Mischung den unverwechselbaren Geschmack der Zigarre ausmacht. Verschiedene Tabaksorten werden miteinander kombiniert und entfalten ihre ganz eigenen Aromen. Die Einlage wird umschlossen von einem Umblatt, das die Zigarre zusammenhält. Das Umblatt besteht aus einem einzigen Tabakblatt, wobei darauf geachtet wird, dass die Rippe nicht zu dick ist, denn sonst würde die Brandeigenschaft der Zigarre negativ beeinflusst werden. Zum Schluss kommt das Deckblatt um den so genannten Wickel. Nur beste Tabakblätter kommen als Deckblatt in Frage, da sie sehr hohen Ansprüchen genügen müssen. Bereits während der Ernte wird klar, welche Blätter sich als Deckblatt eignen.

Der Zigarrenroller oder auch Torcedor ist für die Herstellung der Zigarre zuständig, wobei es meist einer langjährigen Erfahrung bedarf, um perfekte Zigarren zu rollen. Für eine gute Präsentation der Zigarre ist der Escogedor zuständig. Er sortiert die fertig gerollten Zigarren in bis zu 65 unterschiedliche Farbschattierungen. In der Zigarrenkiste ordnet ein zweiter Escogedor die einzelnen Zigarren dann je nach Farbe an, links die dunkleren Zigarren und nach rechts hin wird die Farbe immer heller.